1. Ausgraben
Zunächst wird ein Teil der wuchernden Pflanze ausgegraben. Stecht ein tiefes Loch um die Pflanze herum und lockert die Wurzeln, um die Pflanze mit dem kompletten Wurzelsystem auszuheben. Setzt den Schaufelgriff als Hebel ein, um die Pflanze aus dem Boden zu heben.
2. Trennen
Sobald die Pflanze ausgegraben ist, wird sie in kleinere Partien aufgeteilt. Idealerweise sollte jede Partie drei oder vier Triebe am Wurzelhals aufweisen; ihr benötigt mindestens einen Trieb und eine Wurzel pro Partie. Manchmal teilen sich die Pflanzen fast von allein, in anderen Fällen muss etwas nachgeholfen werden. Hierfür benötigt ihr eine Schaufel, eine Spachtel, ein Zackenmesser oder einfach nur eure Hände. Beim Teilen von Schwertlilien empfiehlt The Spruce die Blätter ca. 15 cm zurückzuschneiden, um einen Wasserverlust zu vermeiden, während sich die Pflanze erholt.
3. Neue Löcher graben
Damit sich die Wurzeln gut entwickeln können, sollten die Löcher für die geteilten Pflanzen zweimal so breit und tief sein wie ihre Wurzelmasse. Lasst genügend Platz zwischen den Löchern, damit die Pflanzen über die Jahre hinweg ausreichend Platz zum Ausbreiten haben.
4. Erde düngen
Die University of Georgia Extension Service empfiehlt, einen Langzeit- oder Flüssigdünger in das Loch zu geben, um das Wurzelwachstum zu fördern; normale Dünger (wie 10-10-10) kann zarten Wurzeln schaden. Gut geeignet ist beispielsweise Knochenmehl als Langzeit-Kaliumquelle, die das Wurzelwachstum fördert.
5. Pflanzen setzen
Falls möglich, sollten die frisch geteilten Pflanzen nach der Teilung direkt wieder eingepflanzt werden. So können sich die Pflanzen schneller erholen und trocknen nicht aus. Pflanzt die kleineren Pflänzchen ähnlich tief wie die Original-Pflanze und drückt die Erde gut fest, ohne den Boden zu sehr zu verdichten.
6. Ausreichend wässern
Versorgt die frisch gesetzten Pflanzen mit ausreichend Wasser und vergesst nicht, die Pflanzen regelmäßig zu wässern, damit sich das Wurzelsystem erholen kann.
7. Eigener Kompost
Wieso noch teuren Kompost aus dem Gartencenter kaufen? Aus Küchenabfällen, Zweigen und sogar Teebeuteln könnt ihr euren ganz eigenen Kompost herstellen. Aber Achtung: Fleischabfälle ziehen Tiere an.
8. Essig als Unkrautvernichter
Ihr habt vielleicht schon mal gehört, dass Essig Unkraut vernichten soll. Das ist nicht ganz unwahr. Essig ist günstig, weniger giftig als andere Unkrauvernichter und tatsächlich effektiv!
Allerdings solltet ihr beachten, dass Essig die Gesundheit anderer Pflanzen beeinträchtigen kann. Daher solltet ihr diesen natürlichen Unkrautvernichter nur in jenen Bereichen eures Gartens einsetzen, wo er keinen anderen Pflanzen schaden kann. Ihr wollt doch nicht, dass eure Lieblingsblumen eingehen!
9. Grasabfälle liegen lassen
Kümmert euch nicht um eure Grasabfälle. Wartet ab, bis sie sich natürlich zersetzen und das Gras mit Nährstoffen versorgen. So spart ihr viel Geld für Dünger.
10. Die richtigen Pflanzen wählen
Wählt für euren Garten heimische Pflanzen, die auch in der Natur zu finden sind. Diese benötigen im Winter weniger Wasser und Pflege.